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Press Release

GE und Hitachi ABB Power Grids schließen richtungsweisenden Vertrag zur Reduktion der Umweltbelastung durch die Stromübertragung

April 21, 2021
  • Zum ersten Mal in dieser Branche schließen zwei weltweit führende Unternehmen der Energietechnik eine nicht-exklusive gegenseitige Lizenzvereinbarung, die es ihnen ermöglicht, ihr Angebot von Hochspannungsprodukten zu erweitern, die statt Schwefelhexafluorid (SF₆) ein neuartiges Gas verwenden
  • SF₆ ist ein Isolations- und Schaltgas, das in Hochspannungsanlagen gebraucht wird und ein starkes Treibhausgas ist
  • Die aus Anlass des Earth Day 2021 bekanntgegebene Vereinbarung wird Energieversorgern die Möglichkeit geben, ihre Treibhausgasemissionen rascher zu reduzieren

Paris, FRANKREICH, und Zürich, SCHWEIZ, 21. April 2021 – Der Geschäftsbereich GE Renewable Energy’s Grid Solutions (NYSE: GE) und Hitachi ABB Power Grids Ltd. gaben heute den Abschluss einer nicht-exklusiven gegenseitigen Lizenzvereinbarung bekannt, die die Nutzung eines Eco-Gases betrifft, das statt Schwefelhexafluorid (SF₆) in Hochspannungsanlagen verwendet wird. Diese Gasmischung auf Fluornitril-Basis reduziert die Umweltbelastung im Vergleich zu SF₆ erheblich.

Beide Firmen teilen komplementäres geistiges Eigentum an ihren jeweiligen SF₆-freien Lösungen miteinander. Die richtungsweisende Vereinbarung zwischen zwei weltweiten Marktführern in der Energietechnik wurde aus Anlass des Earth Day 2021 bekanntgegeben. Sie wird helfen, in Hochspannungsanlagen schneller von SF₆ auf umweltfreundlichere Isolier- und Schaltgase auf Fluornitril-Basis umzusteigen. In einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der EU-Kommission wurde festgestellt, dass Gasmischungen auf Fluornitril-Basis möglicherweise die einzige Alternative zu SF₆ sind, wenn der Platz beschränkt ist.

Die heutige historische Vereinbarung ebnet den Weg zu einer SF₆-freien Standardlösung für zukünftige Hochspannungsanlagen. Damit würde Energieversorgern und Industriekunden die Möglichkeit gegeben, ihre Treibhausgasemissionen rascher zu reduzieren und ihre Netze mit standardisierten Wartungsabläufen und mit einheitlicher Hilfsausrüstung zu planen, zu betreiben und instand zu halten.

SF₆-Gas ist aufgrund seiner einzigartigen physikalischen Eigenschaften seit fast einem halben Jahrhundert die Norm in der Stromübertragung und der Stromverteilung. Es ist jedoch ein Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung beiträgt, wenn es entweicht. Aus diesem Grund haben GE und Hitachi ABB Power Grids in die Entwicklung von Alternativen zu SF₆ investiert.

„Energieversorger entwickeln ein zunehmendes Bewusstsein für ihren Umweltfußabdruck und dessen Auswirkung auf die Bevölkerung und die Umwelt. Die heutige richtungsweisende Vereinbarung unterstreicht unser Versprechen, unseren Kunden bei der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zu helfen“, erklärt Heiner Markhoff, CEO von GE Grid Solutions. „GE war Pionier mit diesem Gas auf Fluornitril-Basis, das wir genannt haben, und hat anschließend ein umfangreiches SF₆-freies Produktsortiment entwickelt. Unsere SF₆-freien Produkte sind seit 2015 kommerziell erhältlich und sind genauso kompakt und leistungsstark wie traditionelle SF₆-Anlagen“, fügt er hinzu.

„Als ein Bestandteil unseres Versprechens, zu einer CO₂-neutralen Zukunft beizutragen und die Energiewende zu beschleunigen, haben wir uns entschieden, durch diese gegenseitige Lizenzvereinbarung auf eine Standardlösung hinzuarbeiten, die die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllt“, sagte Markus Heimbach, Geschäftsführer des Bereichs Hochspannungsprodukte von Hitachi ABB Power Grids. „Als Technologieführer sind wir seit jeher Vorreiter bei gasisolierten Schaltanlagen (GIS), die eine Schlüsseltechnik für die Urbanisierung geworden sind, wir haben die allererste SF₆-freie GIS installiert, die den  CO₂-Fußabdruck erheblich reduziert“, fügte er hinzu. 

Die beiden Unternehmen werden die Produktentwicklung, die Fertigung, den Vertrieb, die Vermarktung und die Serviceaktivitäten ihrer Gaslösungen vollständig unabhängig fortführen. Jedes Unternehmen wird auch weiterhin unabhängig die Lizenzen für sein jeweiliges geistiges Eigentum gewähren und die Lizenzbedingungen festlegen, sodass die Vielfalt der Lieferantenbasis innerhalb der Industrie und ein fairer Wettbewerb gewahrt bleiben.

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Über GE Grid Solutions
rid Solutions ist ein Geschäftsbereich von GE Renewable Energy und bedient Kunden weltweit mit mehr als 13.000 Mitarbeitern. Grid Solutions liefert Energieversorgungsunternehmen und Industrien weltweit Anlagen, Systeme und Dienstleistungen, die Energie zuverlässig und effizient vom Erzeugungspunkt zum Energieendverbraucher transportieren. Grid Solutions konzentriert sich auf die Bewältigung der Herausforderungen der Energiewende durch die Unterstützung sicherer und zuverlässiger Verbindungen von erneuerbaren und dezentralen Energiequellen mit dem Stromnetz. Weitere Informationen zu GE Grid Solutions finden Sie auf der Website www.gegridsolutions.com.

Über GEs g³
Die Alternative zum Isolier- und Schaltgas SF₆ von GE ist g³, ein Gas, das aus jahrzehntelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit seiner Teams in Frankreich, Deutschland und der Schweiz in Kooperation mit 3M hervorgeht. Das g³ Gasgemisch basiert auf Kohlendioxid, Sauerstoff und dem flüssigen Dielektrikum 3M™ Novec™ 4710 aus der 3M Fluornitril-Gruppe. Fluornitril wurde von den Forschungs- und Entwicklungsexperten von GE als der am besten geeignete Zusatzstoff zu CO₂ und O₂ ermittelt, mit dem der gewünschte ökologische Nutzen als Alternative zu SF₆ erzielt wird, ohne die technische Leistungsfähigkeit und  Abmessungen der Anlagen  zu beeinträchtigen. Folglich ist das Treibhauspotential des g³-Gases von GE über 99 % geringer als das von  SF₆. Im Hinblick auf die technische Performance bieten auf g³ basierende Hochspannungsanlagen nicht nur die gleiche Leistung wie SF₆-Produkte, sie weisen auch die gleiche Kompaktheit wie SF₆-Anlagen auf und werden bei identischen Umgebungsbedingungen (bis –30 °C) betrieben.

Mit g³-Gas isolierte Produkte von GE sind derzeit als Live-Tank-Leistungsschalter und gasisolierte Schaltanlagen (GIS) bis zu 145 kV sowie gasisolierte Leitungen (GIL) bis zu 420 kV verfügbar. Ein 420 kV g³-gasisolierter Leistungsschalter ist derzeit in Entwicklung. Das Projekt wird von der EU im Rahmen ihres LIFE Programms finanziell unterstützt. Bis heute haben sich bereits 23 führende Energieversorger bei ihren Hochspannungsnetzen auf g³-gasisolierte Anlagen von GE umgestellt, wodurch mehr als eine Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent im Netz vermieden werden können. Dies entspricht der Vermeidung von jährlich rund 476.000 Benzin-PKW auf den  Straßen.

Weitere Informationen zu g³:

g³ - SF₆-freie Lösungen (gegridsolutions.com)

Weitere Informationen zur Entwicklung von g³, dem auf Fluornitril basierenden Gasgemisch von GE:

Auf der Suche nach Ersatz für SF₆ | Think Grid (think-grid.org)

For media inquiries, please contact:

Allison J. Cohen
Grid Solutions, External Communications Manager
GE Renewable Energy
+972 54 7299742
[email protected]

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